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HARVARD COLLEGE LIBRARY

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FROM THE FUND OF CHARLES MINOT

CLASS OF 1828

Archiv Buchdruckerkunſt

und

verwandte Geſchäftszweige.

herausgegeben von Alexander Waldow.

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Leipzig.

Druck und Verlag von Alexander Waldow.

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im Ardhiv fir Baddernuderfunft und im Anzeigeblatt (47 Aufnahmen). Fede Zeile mehr 3 Mart. Für Aufnahme in nur eine ber‏ 4111ا Blätter (11 Aufnahmen im Archiv oder 36 Aufnahmen im Anzetgeblatt) werden 10 Marl, und 2 Mark für jede weitere Beile berechnet.‏

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FEB 8 1923 LIBRARY

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verwandte Geldafissweige.

19. Band. AR Herausgegeben von Alexander Waldow in Dou FAO Heft 1.

Ter Tert des Urdiv ift aus den ung zu Diciem Swe zur Verfügung geftellten neuen Frafturidriften von B. Krebs Nawf. in Frankfurt a. M. gefet.

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| Die Fabrif „Augsburg“ im Jahre 1880 analog bet rotierenden, für Illuftrationsdrud beftimmten Prefjen Dargethan bat. Jedes Farbewerf einer Bllujtrations- druckmajchine der Fabrik „Augsburg“ bejtgt nicht weniger alg 24 Walzen, von denen, wie gejagt, 4 als eigent- liche Auftragwalzen fungieren, während 8 971 uneigentliche Auftragwalzen, jogen. Läufer bilden, indem fie wenig oder gar feine frijde Farbe auftragen und auf den PBlattencylindern fic) abwälzen, bejonders um die aufgetragene Farbe bejjer verteilen zu helfen; diefe ١ ie Farbewerfe jelbjt Der Notationsmajdinen | Farbewerte, welche fiic IMuftrationsdruc red)t gecignet für Seitungsbrud werden in Deutichland find, leiden an zu großer Komplifation, als daß fie auch P iu der Hegel nad) den Prinzipien Der über- | für ordinären Zeitungsdrucd praftiich ericheinen jollten. سه‎ jetten oder doppelten Cylinderfärbung fon- lunjtebenbe Figur zeigt die Sonftruftion und ftrutert, während in England und Frankreich auc | Anordnung diejer von der Majchinenfabrif „Augsburg“ Endloje mit einfacher Gylinderfärbung in Gebrauh gebauten Farbewerfe für Illuftrationsdrud-Rotations- find, die wegen ihrer MangelHaftigfeit allerdings hier |, maschinen. Der unten befindliche große Cylinder Pu nicht empfohlen werden fünnen. Wohl ohne Ausnahme | trägt die Platten für den Schöndrud und fteht in drucken die Aotationsmaschinen fompfet, daher tft jede | Kontakt mit den Auftragwalzen ar, az, as big. ar des mit zwei Jarbewerfen verjehen, von denen das cine | Farbewerfs fiir den Schöndruf. Du ijt ber Schin- fiir Den Schöndrud, das andre für den Widerdrud | drucdeylinder und Do der Widerdrucécylinder, welche bejtimmt ijt. Tie Firma Y. Alauzet Ko. in Paris | beide vom zu bedrucdenden Papier in S=fürmiger ftattet jeit 1878 die für IMuftrationsorut bejtimmten | Krümmumg umfreift werden. Po ift der obere (zweite) Rotationsmajdinen fogar mit vier fompletten Farbe- , Plattencylinder, welcher mit den Auftragwalzen as, werfen aus, jo da der Schün- als aud) der Wider- | az big ar des Widerdrudfarbewerfs in Berührung drucdeplinder von je zwei Farbewerfen eingejchwärzt | fteht. Die Auftragwalzen ftehen Dur) 6 Mafie- wird; diefe Anordnung, wonach jeder Drudeylinder walzen o bis 06 und 11 Metallwalzen mi bis mio vier Auftragwalzen hat, welche beftandig frijd) ein- und Duftorwalze d beim untern, und 12 Metall- geichwärzt werden, ermeijt fich in anbetracht der großen | walzen beim obern Blattencylinder mit dem Farbe- Gejchwindigfett als jehr vorteilhaft für eine vollfommene, | faften in Verbindung. Die Tuftorwalze d wird, wie gleichmäßige Schwärzung. ndeg ift dieje Einrichtung ` bei Notationsmajchinen üblich, durch ein Schnedenrad nicht Die einzige Lölung zur Erzielung einer vollendeten | in langjame Rotation verjegt und ftreift gegen ein parbung, da man auch mit nur einem Sarbefajten die | Abjtreifmeiler (Lintal), welches auf der Tberfante des Schwarze jehr rationell anf vier Auftragwalzen ver- Farbefaftens ftellbar gelagert ift. Unter dem Meier teilen fann, wie dieg die Mtajchinenfabrif €. Hummel | liegt, wie bet den englijdhen Waltermajdhinen,. eine von icon im Jahre 1874 an einfachen Schnellprefien und | der Hand verjchiebbare Schiene, an der dünne, Die : 1

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älber Rotationsfnnellprefen und deren 557

(Fortíegung.)

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Vorderfante des Mefjers Derührende ٤ ligen, welche ermöglichen, daß man auch während deg Ganges der Majchine das Mejjer von den angelegten Unreinigfeiten befreien fann. Am Boden jedes Farbe- fafteng entlang erftredt fich ein mit regelrecht verteilten fleinen Ausftrómófinungen verjebenez Mohr, welches mit der Farbepumpe fommuniziert und zur Füllung dient. Die Walzen ms, ms, 01, 03 und os erhalten

außer der rotierenden Bewegung auch nod) wie üblich eine axiale und zwar ungleich große und ungleich zeitige, jo daß die Walzen abwechjelnd am Ende der jeitlichen Verichiebung anlangen und umfebren. Die Auftragwalzen follen die Farbe in vielen gleidh-

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MMMM MM CEL: Yarbewerf der 5 = RorationsigneMprerte von der Majdinenfabrit Augéburg.

mäßigen, aber möglichjt feinen Schichten auf bie Platten- cylinder tragen, denn eben nur dadurch it es ja möglich, eine volljtändig ttefichwarze Dedung voller Flächen zu erzielen, ohne die daneben liegenden feinen Details der Slluftration bezüglich der Neinheit zu benachteiligen.

Damit mun Die von den Walzen ms gejpeijten Auftragwalzen auch wirklich ebenjoviel Farbe erhalten,

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wie Die von ms mit Farbe verjehenen Auftragwalzen, bejigt Majjewalze o4 auf ihrem Umfang eine jchrauben- |

fürmig gewundene Mute. Die gleichmäßig verteilende Wirfung diefer Mafjewalze beruht nun darauf, daf fie mit ihren gleichfalls jchraubenförmigen Erhöhungen von der Walze ms auch nur entjprechend 55 fórmig gewundene Streifen arbe abnimmt, welche auf die Walze mr und fo nad) der einen Walzenjerie übertragen wird, während der auf der Walze ms zurücbleibende yarbejtreifen alsbald auf os und fomit ` an Die zweite Wuftragwalzenjerie übertragen wird. Damit nun aber die einzelnen Streifen als {olde

unschädlich gemacht und zu je einer 01 läde wieder vereinigt werden, ift der Durchmefjer von mr nur halb jo groß gewählt, wie derjenige von o4, e8 macht aljo m: zwei Umdrehungen, während ou nur eine ausführt, infolgedefjen jtehen die auf m: aufgetragenen Streifen nicht mehr voneinander ab, wie auf oa, jondern erjcheinen dicht aneinandergereiht. Der auf Walze ms zuridgebliebene Farbeitreifen, der von 04 nicht abgenommen wurde, überträgt fih auf o: und von hier in gleicher Weije auf ms, wie es oben bei der Übertragung von os auf mr bejchrieben wurde.

Dadurch, daß der untere Blattencylinder Pu hier nicht mehr wie bei den bisher nad) dem Walterfyftem

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gebauten Augsburger Majchinen jenfred)t unter den drei andern Cylindern Du, Do und Po fteht, jondern jeitlich gelagert ift, fann auh das Farbewerf des untern Plattencylinderg in der gleichen Weije angeordnet werden wie beim obern Plattencylinder. Die Gruppie- rung jämtlicher Walzen ijt bet beiden Farbewerfen die gleiche, was die Bedienung der vielwalzigen Farbewerke einigermaßen erleichtert. Durch die jeitliche Placierung des Cylinders Pu ift auh der große Úbelftand der nad) dem Walterjyftem gebauten Endlojen, daß das untre arbewerf 3u unbequem UR und das obre zu hoch Liegt, bedeutend gemildert. Allerdings ift nicht zu verfennen, daß aud) bei diejem jo modifizierten Arrangement der drudenden Cylinder und der Farbe- werfe febtere bei weitem nicht jo bequem zugánglid) und überfichtlich Liegen, als bei den jpäter zu bejpre- chenden Rotationsmaſchinen mit horizontaler Anord— nung, welche von den übrigen Deut}den Fabrifen

(€. Hummel, jowie König & Bauer) gebaut werden.

5 Über Rotationsſchnellpreſſen und deren Behandlung. Typographiſche Numismatik. 6

Wie Alauzet bereits im Jahre 1878 ſeine Pariſer Revers: Zwölfzeilige Inſchrift mit einem ſechseckigen

Ausſtellungsmaſchine für Illuſtrations-Rotationsdruck mit einem Entſchwärzungs-Mitläufer ausſtattete, jo läßt auch die Fabrik „Augsburg“ ein ſogen. endloſes, geöltes Schmutzpapier zwiſchen dem mit Schöndruck verſehenen Papier und dem Cylinderbezug einlaufen. Der von einer Rolle ſich abwickelnde Entſchwärzungs— Mitläufer nämlich geht von Walze yr aus, um den Widerdruckcylinder Do herum und kehrt über Leitwalze ye zur Aufwickelvorrichtung zurück; indem er alſo mit ſeiner beſtändig wechſelnden Fläche ben Widerdruck— cylinder vor direkter Berührung mit dem Schöndruck ſchützt, bleibt dieſer möglichſt rein und klar.

Die Farbekaſten der Rotationsſchnellpreſſen ſollen ſehr geräumig ſein, damit das Perſonal bei dem rapiden Farbenkonſum nicht nötig hat, allzuoft nachzufüllen. Das Nachfüllen der Farbe geſchieht zuweilen in ſehr beſchwerlicher Weiſe von Hand, bei den beſſer ausgeſtatteten Maſchinen jedoch ſelbſtthätig durch eine Farbepumpe, welche bei Bedarf nur eingerückt zu werden braucht, um die Farbe in genügender Menge aus einem größern am Fußboden placierten Reſervoir in die Käſten zu befördern. Zu dieſem Zweck iſt jedes der beiden von der Pumpe nach den Käſten führenden Zuleitungs— rohre durch ein Ventil oder eine Droſſelklappe ver— ſchließbar; derjenige Kaſten, welcher ſich ſchneller gefüllt hat, wird abgeſperrt, damit man auch den andern Kaſten vollſtändig ſpeiſen kann; iſt letzteres geſchehen, ſo ſtellt man die Pumpe ab, d. h. rückt den Betriebsriemen auf die Loosſcheibe. Bei Illuſtrationsdruckmaſchinen, wo es oft wünſchenswert iſt, für die Bilderſeite eine andre Farbe zu benutzen als für die Textſeite, iſt man jedoch genötigt, zwei Farbepumpen für zwei Farbeſorten anzubringen, falls die Käſten nicht ſehr zugänglich ſind, ſo daß man etwa den einen bequem von Hand füllen

könnte. (Fortſetzung folgt)

۱۷1101101110 غع(‎ 1 (Fortiegung.) Nr. 16. Göttingen 1740.

Age vers: Gutenbergs Gamilienwappen, nach deffen

ER ? Siegel, auf einem Poftament mit der zweizeiligen

wee Suidjrift: INSIGNIA | GENTILIT - EIVSDEM . Umjdrift: DISSIMVLARE . VIRVM - HVNC- DISSI- MVLARE : DEVM- EST. (Wer diejez Mannes Lob verjchweigt, verleugnet Gottes Ehre.) Unter dem Poftament der Anfangsbucdhftabe K. des Graveur3

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Sterne oben und unten: MEMOR(iae) FEL(ici) ' IO(annis) GVTTENBERG | NOBIL(is) MOGVNT(iae). | ANNO . SEC(ulare) - III . CHALCOGR(aphiae) | MDCCXXXX ¡| AEREO MONXVM(ento) - MERITO - COLENDI | QVI- ARTE- A- SE. INVENTA | AERE: IMPRESSOS . LIBROS | DEDIT . NOBIS | AERE - MODICO | PARARE | (Jur gliicfliden Erinnerung an Johann Gutenberg, Edler von Mainz, zum dritten Buchdruder-Jubiläum 1740. Eine eherne Statue ift ein geeignetes Monument für den, welcher die Sunft des Bicherdruds mit Metallbuchltaben erfunden Bat, die ung erlaubt, für wenig Geld Bücher anzuſchaffen.)

Die Abbildung iſt Köhlers Münzbeluſtigungen, Vol. XIV., Seite 353, entnommen. Eine photogra— phiſche Abbildung befindet ſich in Rulands Gutenberg— Album, Tafel 25, Nr. 26, nach einem im Münzkabinet in Mainz befindlichen Exemplar in Silber. Beſchrieben in Geßner, III., Seite 492, und in Köhlers Ehren—

rettung, S. 39, in Lochner, VII., Vorwort, Nr. XXI

und in v. d. Linde Seite 81. Gripe 33 mm.

Hiefe feltene Medaille wurde von Johann David Köhler, Profejior der Geichichte in Göttingen, bei Gelegenheit der 300 jährigen Bubelfeier der Bud- drudertunft entworfen und von Joh. Chrift. Koch in Gotha graviert. '

Bis jest habe ich für meine Sammlung noch fein Eremplar davon aufgefunden.

Die Gejdhidhte der Umfchrift auf dem Avers diefer Medaille verdient einen Pla als litterarijde Merk: würdigfeit.

Auf ein im Jahre 1628 von Adrian Roman, berühmter Graveur in Middleburg, gezeichnetes und geftochenes Bildnis Softer3, Au beier Zeit nod) für den Erfinder der beweglichen Typen gehalten, jete Derjelbe die folgenden Zeilen als Unterjchrift:

Vana quid Archetypos et praela Moguntia jactas ?

Harlemi Archetypos praelaque nata scias.

Extulit hic, monstrante Deo, Laurentius artem. Dissimulare virum hunc dissimulare Deum est.

(Vergeben ift ¢3, für Mainz Anfpruh zu machen auf die Erfindung der Drucfunjt, es tft bewiejen, biejer gebührt Harlem. Hier entdeckte Lorenz durch Gottes Eingabe die Kunft. Tiefen Mann zu verläumden, ijt Gott läftern.)

Dieje Verfe waren von Scriverius auf die Bronze-Statue 016138 gejchrieben, weldje im Jahre, 1620 im botantjden Garten in Harlem aufgeftellt

1+

7 Typographiſche Numismatik. 8

worden, und wurden unter jedem neuen Porträt Koſters

wiederholt. Geßner, der deutſche Schriftſteller, weiſt 1740 dieſen Anſpruch verächtlich zurück, namentlich äußert er ſich über die letzte Zeile mit großem Unwillen.

Welches iſt doch, ſagt er, die Natur dieſes Menſchen, der in ſeiner Blindheit und dummen Bewunderung ſich nicht entblödet, Koſter und den allmächtigen Gott auf eine Linie zu ſtellen. Freilich dachte Geßner nicht daran, daß dieſe Anklage ebenſo einen Freund als den Gegner treffen würde!

Zur gleichen Zeit als er, der Deutſche, ſeinen gerechten Unwillen ausließ gegen die Gottloſigkeit eines holländiſchen Dichters, benutzte ſein eigener Freund, der Profeſſor Köhler in Göttingen, dieſe Worte für die Medaille zur Verherrlichung Gutenbergs, welche wir eben beſchrieben haben. |

Unvermögend, einen gewähltern Audru zu finden, alg den gottlojen von Seriverius für Softer, entnahm Köhler denjelben und verwendete ihn fiir Gutenberg.

E3 blieb jelbjt hierbei nicht, denn ein Sahrhundert jpäter, اہ‎ Neuß die Medaille für Augsburg im Sahre 1840 entwarf, beging er ebenfalls die Gott- [ofigfeit Köhlers, wie wir bei ber Bejchreibung der Medaille Nr. 3 oben bereit? erwähnten.

Nr. 17. Feltre 1868.

Avers: Wappenjdild der Stadt Feltre mit Krone. Rings die Umschrift: XXIII E XXIV SETTEMBRE MDCCCLXVIIL, unten in Teimer Schrift: G. CALVL F.

Revers: Injchrift von fed3 Zeilen: PRIMO | CON-

GRESSO TIPOGRAFICO | ED | INAUGURAZIONE |

DEI MONUMENTI | CASTALDI E RAMBOLDONI. Darunter zwei 0110 ein Band verjchlungene 006+6:

Die VBejdretbung ijt nad) einer filbernen 66 aus der Sammlung des Verfafjer3; felbe jcheint noch unbejdrieben 31 fein. Größe 43 mm. Eine Abbil- dung wird jpdter (unter Nr. 108) gegeben. Die Ausführung ijt jehr einfad).

Wir jprachen bereits früher, Spalte 226-228, vom gejte in Feltre. Die Beweije, welche man für die Feier diejes ¿yefteg geltend macht find nicht rechtsgültig, und wir zweifeln faum, daß je[bjt einer ber landsmännijchen Biographen Cajtaldis denjelben mehr Glauben 1۶٤ als wir.

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($3 war daher ein guter Ausweg, zwei Angelegen- heiten zu verjchmelzen, fo daß die eine unbejtreitbar,

. obgleich von weniger Anfprud), zur Aufrechthaltung

der größern beitrug.

Die erfte war die Gründung eines typographiichen National-Congrejies, bei welchem fi jährlich Die Bud- Druder Italiens begegnen, um iiber ۱765 heiten zu verhandeln. Die zweite war die 0 des Namens Victor Namboldini, der berühmt ift in den Annalen der Erziehung jeines Vaterlandes.

Nr. 18. Erfurt 1740.

Aver: Eine Biifte auf einem Piedeftal, welches in zwei geilen den Mamen GUT;JTEMBERG trägt. Die Fama in fliegender Haltung drüdt einen Lorberfranz auf das Haupt; auf dem an der Bojaune befeftigten Banner befindet fich das Wappen von Mainz. Bm Hintergrunde eine Stadt mit Thürmen und Kirchen, worüber das Wort Maintz fteht. Auf jeder Seite des Piedejtal befinden fih Bider unb amar finf8 CORP. JV. BIBLIA, unb recht? unten HIPPOC. oben ARISTOT. Die 571 lautet DIGNA 'VIRO' PRO TALIBUS 'AUSIS (Alle Chre dem Manne der dies vof(brad)te). Jm Ererge JUBIL. III. TYPOGR. CELEB. 1740.

Revers: Minerva reiht der Typographia Die Hand, jelbe ijt in einer mit Buchjtaben bededten Kleidung, um den Kopf zieht fih in Form cines Heiligemichein der Name TYPOGRAPHIA. Auf der Erde halb Tiegend befindet fih Kronos, in ber linfen Hand mit der Senje, in der rechten Hand das Symbol der Ewigfeit, eine Schlange einen Ring bildend, der drei C umschließt, welche die drei verflojjenen Jahrhunderte feit Erfindung der Budh- drudertunft bedeuten. Zu Fügen der Minerva ein Medujenhaupt, Hinter ihr die fymbolijdhe Eule. Umjd)rift: FELICI FOEDERE CRESCUNT. (Gtiid entjtche aus der Vereinigung). Jm Ererge Der Rame deg Graveurs WERNER. FEC.

Die Medaille wurde gezeichnet und graviert von S. H. Werner in Erfurt für das Jubiläum von 1740. Größe 35 mm.

Die Abbildung ift nach einem Abgus im Befipe des Verfaflerd. Das Original befindet fich im K. Meiinz- fabinet in Berlin. Diejelbe ijt aud) abgebildet in Gehner Tom. III Zab. IV. Nr. 4 und in Möller, die Pflicht; eine photogr. Abbildung in Rırlands Gutenberg: Album Taf. 25. Nr. 25 nad) dem im Mujeum in Mainz befindlichen Eremplare in Bronze.

Mr. 19. Gotha 1700.

Avers. Die Morgenröthe (Aurora) auf vom Pegaſus gezogenen Wagen, wie fie in der rechten eine brennende Fadel Hält, mit der Linfen aber Blumen ausjtreut. Wor ihr ftebt ein Hahn

in frähender Bofition, hinter ifr bricht die Sonne `

hervor. Diejer allegoriichen Darftellung liegt Pjalm CXXXIX Y. 9 zu Grunde Umjchrift VT AV- RORA MVSIS AMICA SOLEM fortgejest im Ererge SIC TYPOGRAPHIA ' RENATVM EVAN GELIVM. (Wie die Morgenröthe als Freundin der ۷

einem |

9 Typographiſche Numismatik.

und 174, Leſſer

der Vorbote der Sonne, ſo war die Buchdruckerei

der Vorläufer der Reformation.) des Wagens befindet ſich in kleiner Schrift: Crhristian) W(ermuth) F(ecit) C(um) PR(ivilegio) CAS(ario).

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C. 928, $ 141, Lochner VII. 1740, 22. Wohe S. 253—254, und Merfwiirdige Ge- 101006, ©. 68. Größe 35 mm.

Cefer macht Erwähnung von einem Stüde in ber Sammlung von Me. Wermuth, Sohn von Chrijtian Wermuth, der fie zeichnete ud gravierte.

Tengel bejchreibt fie lang und breit in feinem Discurs und beanjprucht die Zeichnung als fein Eigentum. Cs wurde diefer Anjpruch im Jahre 1700 in Gotha geltend gemacht und feint out einige Berechtigung zu haben, wie die auf dem Revers befind- lichen Worte „Quintum Jubiläum“ annehmen lajjen.

Die Löbliche Kunit follte nach 01186) 38 0 alle fünfzig Jahre gefeiert werden, wie dies bei israeli- tischen Seiten üblich ijt. Er nahm das Jahr 1450 als Ausgangspunkt und bildete jomtt das Jahr 1700

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Truderzeihen des John Day.

Revers: 31101111 von fiebsehn Beilen ARTI | TYPOGRAPHIC# | A I0: GVTTENBERGIO | AR- GENTORATI INVENTAE | AC OPE | CONSILIOQ: IOAN: FAUSTI | MOGVNTIAE AN: MCCCCL: | BI- BLIISLATINIS | AENEOCHARACTERE | IMPRES-

das fünfte Jubiläum. Der Disfurs von Tengel wurde

SIS PRIMVM VVLGATAE QVINTVM JVBILAEVM| |

ANNO CHRISTI JVBILAEO | MDCC | FELICITER CELEBRANTI | SACRVM. (Gewidmet der Kunft des Buchdruds, erfunden von Yoh. Gutenberg von Straßburg und verbreitet mit Hülfe von Joh. Kauft von Mainz, durch den Drud der lateiniichen Bibel mit Metallbuchjtaben und glüdlidh gefeiert im Jahre Chrifti 1700 durch ein fünftes Jubiläum. Die Beichnung it nach einer Medaille 111 6 des Verfajjers. Die Abbildung und 058+

von Ludwig Stlefeder ins lateinijche überjegt unter dem Titel: Dissertatio de inventione typographicae in Germania.

Rach allem feint uns die Zeichnung der Aurora einer Münze von Momertins entnommen zu fein, wovon fich eine Abbildung in Magnans Miicellanea Numismatica Vol. IV. Tab. XLI. Nr. 4 befindet.

Sm Ererge des Avers ift gejagt: Die Drucfpreffe war der Vorläufer der Reformation. Schon lange vor Tengel war diefe Devije durch einen englischen Buchdrucer gebraudt. Bohn Day (1546—1584) hatte dieje Idee ins Praktische übertragen beim Drud von ores Book of martyrs. Während länger als

artis

| vierzig Jahren arbeitete er mit viel Erfolg an Der befindet fih in Gener Tom. III. Tab. IV. S. 22 |

Verbreitung der protejtantijden Reformation.

11 Typographijde Numismatif. Die Ornamente und das Ornamentieren im Buchdrudgewerbe. 12

-一 -一 -一 -一 —— ——

Wir geben vorſtehend ein Fakſimile ſeines Drucker- Altertümern bekannt geworden ſind. Cine ſolche Ver— zeichens. Das ſonderbare Wortſpiel mit ſeinem Namen edelung war den Griechen dadurch möglich, daß ſie ſcheint ſehr charakteriſtiſch für jene Zeit. durch und durch künſtleriſch begabte Menſchen waren, wie

Hierzu mag folgendes die Erklärung geben: ſie durch ihre äußerſt poeſievolle Mythologie beweiſen, und Ein Mann ſcheint eingeſchlafen in der Finſternis und in einem jener Länderſtriche wohnten, der eine überaus wird aufgeweckt durch einen Boten des Lichtes. Die üppige Vegetation hatte undreich war an Naturſchönheiten, Sonne erhebt ſich über einer Stadt am Horizonte. die auf die Phantaſie und das künſtleriſche Schaffen Auf einer Bandrolle zu beiden Seiten befinden ſich der Griechen von großem Einfluß geweſen ſind. die Worte: Arise for | it is day. Etehe auf, es Unter diefem Einfluffe und frei von allen effet it Tag) was fidh jedenfalls auf die Reformation | religidjer Gelege fonnten fich Die Griechen in ihrer bezieht, die zu bieier Zeit begann, ebenjo Hat es | Kunft auf die dite Stufe jhwingen und Clemente Beziehung auf den Namen des Truders Day. Er | caffe, die für die folgenden Stilarten zur Grundlage ftarb im Jahre 1584 und ware ق‎ zu wünschen, daß | ihrer künftigen Größe wurden. Und in gleicher Wetje einst eine Medaille dieje glorreiche Erinnerung verewige. | wie die Kunftidópfungen erfuhr aud) das Ornament

(Fortfegung folyt ) eine nennenswerte Veredelung. Hatte da3 76 Ornament mehr eine hieratijdje, ſymboliſche Bedeutung, jo war dag griechifche Dagegen Lebensvoller, ۱۴۷ und anmutiger. Jun den pflanzlichen Ornamenten, zu welchen der Afanthus, die Palme, das Gatsblatt, der Lorbeer, der Ephen und der Weinjtod verwendet wurden und leicht erfennbar find, gewahren wir neben einer organischen Entwidelung und auperfter Eleganz in der Linienführung edle Grazie und ideale Schön- heit, Dagegen Ernft und Wiirde und ein ſchönes Eben⸗ maß in den geometriſchen Ornamenten, z. B. in dem Mäander, der alle die unendlichen Verſchiedenheiten der verſchlungenen Verzierungen der gleich weit von einander abſtehenden und ſich im rechten Winkel ſchnei— denden diagonalen Linien der Araber, Mauren und ſelbſt der Celten erzeugt hat.

Wie nun die Flachornamente durch den unend— lichen Wechſel eines reichen Kolorits einen wahrhaft bezaubernden Reiz erhielten, ſo verſtanden es die Griechen, den plaſtiſchen Ornamenten durch eine kräftige Ausbildung ihrer Formen und durch eine licht- und ſchattengebende Ausarbeitung ihrer Oberfläche eine maleriſche Wirkung zu verleihen.

Meiſter einer ſchönen Raum- und Flächenver— teilung wußten ſie ihre Ornamente in der ſinnvollſten

Die Ornamente und das Ornamentieren im Buchdruckgewerbe. Von Y. Bofje. (Fortiegung.)

y 0 ‚ir glauben im Snterefje unjrer geehrten Lejer |

zu handeln, wenn wir eine zwar nicht mehr 0 ganz neue, aber Häufig angemwendete, jehr interefiante und figurenreiche Einfafjung, nämlich die Griechische Einfajjung der Firma Shelter & Gic- jede, bier noch vorführen, auf ihren Wert für den | Fachgenoſſen und ihre Bedeutung für bie neuere typo- graphijde Ornamentif Hinwetjen und alle diejenigen Bemerfungen geben, welche eine Erleichterung ihrer forreften Anwendung in fire Ausficht jtellen, wozu die vielen uns zu Gefiht gefommenen, mitteljt biejer Verzierungen hergeftellten Einfafjungen, Tempel u. j. w., die in ihrer Ausführung oft viel zu wünjchen [ajjen, ung veranlaßt haben.

Der Titel, jowie die Zeichnung diejer Einfaffung mahnen un3 jedod), Einiges über die Urnamentif der Griechen voranuszujchicen, Die auf dem Gebiete der Architektur ۱1110 der Keramik wirklich Großes und Edles | und gejchmadvolliten Weije zu verwenden. Ihre Werke leifteten, ihre Vorgänger, die Agypter und AMliyrer, | zeichnen fih ebenjo febr durch ein ۱08011۴8 48 weit überflügelten und Werfe von wirklid) idealer i wie durch Anmut aus und wo fie eine reiche Orna- Schönheit jhufen, die wir in mander 0 nod | mentif entwideln, verfallen fie nie in den Gebler einer nicht erreicht haben. Überladung. Alles ift mit einem dugerft feinen,

Das große Verdienst der Griechen ift in dem äſthetiſchen Kunftgefühl entworfen.

Umftande zu fuchen, daß fie die von den Agyptern und Zu dem Kolorit verwendeten die Griechen meist Afiyrern auf fie gefommene Kunft nicht nur wejentlich | primäre Farben. Bn dem funftgewerbliden Ornament, erweiterten, jondern auch alle einzelne Kunftformen in | à. BD. in dem der Steramif, fommen meift Schwar;, einer Weije veredelten, wie fie ung in den erhaltenen | Braunrot, Hellbraun und Weiß, in dem architeftonischen

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Drnament dagegen Blau, Gold, Rot, Grün, Braunrot und Weiß vor, die fie in einer edlen, erniten und würdigen Harmonie zur Geltung zu bringen wußten.

Unjere heutige nach griehijchen Motiven entworfene Cinfajjung Der Firma Shelter & Giejede, die fid) in’ neuerer Beit niht nur um die Veredelung der typographijden Ornamente, jondern auch um die Her- ftellung guter, lesbarer Schriften verdient gemacht hat, befteht aus zwei Teilen. Der erite Teil umfaßt die beiden Gruppen der Flach: und plaftiichen Ornamente und diefe lafjen fih wieder in pflanzliche und geome- triiche einteilen.

Zum pflanzlichen Ornament der erjten Gruppe gehören die folgenden Figuren:

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zu welchen auch noch die Edjtüidfe mit ihren Berlänge- rungsgliedern zu zählen find: 37 38 39 40 41 42 43 44

= = = = 49 50 51

55 6 57 8 oe E ۰ Na 4 Ve: NG. Se Ww Me

die Nr. 61 big 75:

65 66 67 68 60 N